News-Ticker

Gedanken zum Weltkrebstag 2021

Was bedeutet COVID-19 praktisch für Krebspatienten?

Ähnlichkeit mit Corona - Kunstaktion zur Warnung vor den Gefahren der UV-Strahlung

Schon seit einem Jahr sind wir alle mit einer gefährlichen Pandemie konfrontiert, die in fast allen Bereiche unseres Lebens eingreift. Für Krebspatienten in allen Stadien kommen zusätzliche Sorgen dazu. Was ist mit meinem nächsten Arzttermin, wie kann meine Therapie fortgeführt werden, bin ich besonders gefährdet?

Was die Versorgung von Akutpatienten angeht, kann man entwarnen. Die Deutsche Krebsgesellschaft geht davon aus, dass z.B. keine nötigen Operationen ausfallen mussten.

Beeinträchtigt sind aber die Vorsorge und Früherkennung. Eine weltweite Umfrage unter Dermatologen brachte ein alarmierendes Ergebnis: Aufgrund der Pandemie könnten bis zu ein Viertel der Früherkennungs-Untersuchungen auf Hautkrebs global verpasst worden sein. Das wird sicherlich Auswirkungen auf die Prognose der Betroffenen haben. Denn je später ein invasiver Hautkrebs erkennt wird, desto schwieriger wird die Therapie.

Ein weiterer Rückschlag für Krebspatienten ergibt sich daraus, dass klinische Studien abgebrochen wurden oder gar nicht stattfinden können. Studien bieten jedoch im fortgeschrittenen Stadium oft noch Therapieoptionen, wenn die bisherige Behandlung nicht angeschlagen hat.

Auch deshalb sind wir trotz Corona hoch motiviert, unsere Arbeit für die Betroffenen auch unter schwierigen Bedingungen weiter fortzusetzen. Damit 2021 kein verlorenes Jahr im Kampf gegen den Krebs wird. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Anne Wispler, Vorstand HKND

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