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8. Offene Krebskonferenz in Frankfurt am 26.10.2019

Miteinander reden – verstehen – gemeinsam handeln“, unter dem Motto fand die 8. Offene Krebskonferenz (OKK) in Frankfurt statt.Das HKND war mit einem Infostand vertreten und die Selbsthilfe-Gruppe Orchidee aus Frankfurt hatte die Gelegenheit sich vorzustellen.

Die OKK ist die bundesweit größte Veranstaltung für Patienten und Angehörige zum Thema Krebs. Die Sitzungen zu den einzelnen Krebserkrankungen werden gemeinsam von Experten sowie Vertretern der Selbsthilfegruppen gestaltet und geleitet. Es werden Themen sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen als auch zu selteneren Erkrankungen betrachtet. Ebenso das Thema „Wie spreche ich mit Kindern über Krebs?“

In seinem Grußwort betonte Herr Prof. Dr. Christian Jackisch von der Hessischen Krebsgesellschaft, dass es heute leider nicht mehr selbstverständlich ist, miteinander zu reden. Die psychosoziale Beratung verschiebt sich immer mehr in den ambulanten Bereich.

Dr. ernst Hasche aus Darmstadt informierte über Vorbeugung und Früherkennung von Hautkrebs. Es wurde einmal mehr deutlich, dass der textile Schutz der beste Schutz für die Haut ist. Eincremen mit Sonnenschutzcreme schützt nicht zwangsläufig vor Hautschädigungen. Hier wird Sicherheit vorgegaukelt. Auch die Augen müssen geschützt werden. Eine Sonnenbrille UV 500, seitlich geschlossen, bietet Schutz. Aber niemand muss Angst vor der Sonne haben. Der gesunde Umgang mit der Sonne ist der Schlüssel.

Der Helle Hautkrebs ist sehr gut zu behandeln und bildet nur äußerst selten Metastasen, so Dr. Maurizio Podda aus Darmstadt. Entscheidend sei, dass er rechtzeitig erkannt wird. Die Vorstufen lassen sich mit unterschiedlichen medizinischen Cremes oder Kältetherapie gut behandeln. Bei großflächigem Befall ist die photodynamische Therapie hilfreich.
Das Tückische ist, dass der Helle Hautkrebs, nicht rechtzeitig erkannt, auch in die Tiefe wächst und sich unsichtbar in die Breite ausdehnen kann. Operativ ist er allgemein gut in den Griff zu bekommen.

Der Schwarze Hautkrebs ist nicht immer als ssolcher zu erkennen. Das erklärt, dass es leider auch zu Fehldiagnosen kommt. Rechtzeitig erkannt, hat der Patient sehr gute Chancen. Nach 2010 begann die Zeit des Umbruchs in der Therapie. Die Immuntherapie wurde eingeführt und ständig weiterentwickelt! Sie soll das Immunsystem wieder in die Lage versetzen, gegen die Krebszellen zu kämpfen.Ca. 50 % der Patienten sprechen auf die Therapie gut an. Andere müssen wegen Nebenwirkungen auch pausieren und eine Zeitlang z.B. Cortison nehmen.

Im Anschluss an seine Ausführung gab Dr. Maurizio Podda Frau Gudrun Tiebe von der Melanom-Selbsthilfe Orchidee in Frankfurt Gelegenheit, ihre Selbsthilfegruppe vorzustellen. Das HKND wurde auch begrüßt.

In der Podiumsdiskussion ging es um die Versorgung der Patienten. Die Versorgungsstruktur zu verbessern, zu vernetzen und die Forschung voranzutreiben ist ein Ziel der Deutschen Krebshilfe, so Gerd Nettekoven, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe.
Das Arzt-Patienten-Gespräch ist immer wieder ein Problem und wird als „Arzt-Zeit-Problem“ bezeichnet. Darüber mag man geteilter Meinung sein.
Leider konnten wir dem so wichtigen Thema „Engagement in eigener Sache – Selbsthilfe“ nicht beiwohnen, da wir eine Zugbindung hatten. Unser Info-Stand wurde recht gut angenommen und es fanden gute Gespräche statt.

Antje Backes und Annegret Meyer

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