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Wissenswertes zu Corona und Selbsthilfe

Foto: Gerd Altmann auf Pixabay

Die Corona-Pandemie hat auch auf die alltägliche Arbeit der Selbsthilfe großen Einfluss. Sind Gruppentreffen noch erlaubt oder gibt es Alternativen? Antworten darauf geben verschiedene Kontakt- und Informationsstellen. Die wichtigsten Adressen haben wir hier einmal zusammengetragen.

Sind persönliche Gruppentreffen noch möglich?

Der persönliche Austausch ist essenziell für viele Betroffene. In einer Pressemitteilung vom 5. November sprach sich die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) dafür aus, Gruppentreffen nicht generell zu verbieten, um negativen Folgen für die psychische Gesundheit vorzubeugen.

Tatsächlich sind Treffen von Angesicht zu Angesicht unter bestimmten Bedingungen möglich. Maßgeblich dafür sind die einzelnen Infektionsschutzverordnungen der Länder und weitere Vorgaben. Zudem kommt es darauf an, ob die benötigten Räumlichkeiten denn auch zur Verfügung gestellt werden können.

Informationen dazu, wie es um die rechtliche Lage für die Durchführung von Gruppentreffen in ihrer Region steht, gibt es bei den Selbsthilfekontaktstellen. NAKOS hat daraus eine Übersicht erstellt:

Foto: A. Wispler

Was muss meine Gruppe bei der Durchführung von Gruppentreffen beachten?

Rechtlich können Treffen von Selbsthilfegruppen nach wie vor stattfinden. Für die Durchführung müssen jedoch Vorgaben der zuständigen Behörden sowie der Vermieter der Gruppenräume beachtet werden. Gegebenenfalls können Gruppen auf aufgeteilt werden um geforderte Abstände einzuhalten. Empfehlungen für die Durchführung von Gruppentreffen während der Corona-Pandemie wurden von mehreren Selbsthilfekontaktstellen zusammen gestellt.

Was kann ich Mitgliedern raten, denen die COVID19-Pandemie besonders Sorgen bereitet?

Gesellschaftliche Krisen wie eine Pandemie stellen auch immer eine besondere psychische Herausforderung dar. Gerade wenn man gesundheitlich geschwächt ist, kann dies zu großen Unsicherheiten und Sorge führen. Es ist wichtig, sich damit auseinander zu setzen, um wieder etwas Ordnung in die eigenen Gedanken zu bringen. Der „Junge-Selbsthilfe-Blog“ hat dafür eine umfangreiche Liste mit Links zusammengestellt. Die Links führen zu Webseiten mit Informationen zu COVID19 in leichter Sprache, zum Umgang mit Ängsten und zu anderen relevanten Themen.

Welche Alternativen gibt es für Gruppentreffen?

Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht lässt sich kaum durch Technik ersetzen. Dennoch kann es sich lohnen über Alternativen für Gruppentreffen und andere Veranstaltungen nachzudenken. Mit ein paar Tricks können Diskussionen auch in Form einer Telefonkonferenz abgehalten werden. Video-Konferenzen über das Internet bieten sind eine weitere Möglichkeit. Mit modernen Smartphones und Computern kann dies oft schon mit wenigen Klicks umgesetzt werden.

Vielleicht haben Sie selbst oder Familienmitglieder oder Freunde bereits Erfahrungen damit gesammelt? Dann nutzen Sie doch die Gelegenheit, um voneinander zu lernen und andere zum Lernen zu motivieren. Oder schauen Sie sich allein oder gemeinsam Tipps dazu von Selbsthilfekontaktstellen und sozialen Verbänden an.

Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Was bewegt Sie besonders in dieser Zeit? Schreiben Sie uns gerne, wie sich Corona auf ihren Alltag gerade in der Krankheitsbewältigung von Ihnen / ihren Angehörigen auswirkt. Wir versuchen Anregungen zu sammeln und in den politischen Diskurs einzubringen.

Henriette Bunde /Bild:  Gerd Altmann / Pixabay 

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