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„Gefährliche Trends und Fake News zum Thema UV-Schutz!“ Hautkrebsmonat Mai – Frühzeitiger Sonnenschutz ist entscheidend

Zum Hautkrebsmonat Mai wird vor Fake-News zum Sonnenschutz gewarnt. In sozialen Netzwerken kursieren falsche Behauptungen zu UV-Strahlung und Sonnenschutz. Expert:innen klären auf: Sonnencreme ist keineswegs schädlicher als UV-Strahlung oder verursacht Krebs. Auch die Vitamin-D-Produktion ist bei eingecremter Haut noch lange nicht komplett blockiert, wie immer wieder fälschlich behauptet wird.

Oft steckt hinter solchen Mythen der Versuch, eigene Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen, die eigentlich überflüssig wären. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie mit Frau Prof. Carola Berking warnt auf dem Infoportal Hautkrebs vor diesem gefährlichen Trend und stellt in einem neuen Artikel einige Fakten klar.

  • Sonnencreme blockiert die Vitamin-D-Produktion nicht vollständig – aktuelle Studien zeigen, dass bereits 15 Minuten Sonne auf Hände und Gesicht dreimal pro Woche ausreichen. Auch bei Bewölkung passiert UV-Strahlung die Wolkendecke, Schutz bleibt also nötig. Natürliche Öle wie Kokos- oder Olivenöl bieten keinen wirksamen UV-Schutz und haben schon zu schweren Sonnenbränden geführt. Sonnenbrillen schützen – entgegen anderslautenden Mythen – vor Hornhaut- und Bindehautentzündungen, Grauem Star und Makuladegeneration.
  • Sonnenschutzmittel selbst sind unbedenklich, werden aber oft zu sparsam aufgetragen. Empfohlen werden zwei Milligramm pro Quadratzentimeter. Nachcremen verdoppelt den Lichtschutzfaktor nicht, stellt aber nach Abrieb durch Schwimmen oder Schwitzen den vollständigen Schutz wieder her. Ergänzend schützen langärmelige Kleidung, Hüte und das Meiden der Mittagssonne.

Da UV-Strahlung weiter zunimmt und die Hautkrebsfälle weltweit steigen, empfehlen das Bundesamt für Strahlenschutz und der Krebsinformationsdienst konsequenten, dem Hauttyp angepassten Sonnenschutz – nicht nur im Hochsommer, sondern bereits ab dem Frühjahr. Den tagesaktuellen UV-Index liefern BfS und Deutscher Wetterdienst.

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