News-Ticker

Das HKND stellte sich bei „Hautkrebs verstehen – mit Experten und Betroffenen im Gespräch“ vor

„Hautkrebs verstehen – mit Experten und Betroffenen im Gespräch“ hieß unsere gemeinsame Informationsveranstaltung mit dem Hauttumorzentrum der Charité und der Yoko Berlin-Süd am 6. Mai 2026 im Survivor’s Home in Berlin-Wilmersdorf. Die Aufzeichnung ist online nachzuverfolgen.

Die zwei Berliner Selbsthilfegruppen zum Hautkrebs stellten sich vor und es gab zwei Fachvorträge mit Experten von der Charité. An dieser Stelle vielen Dank an die Teilnehmenden für ihr Interesse, an das Team des Comprehensive Cancer Center Charité und des Survivors‘ Home für die gute Organisation und Prof. Eigentler und Dr. Dobos für ihre Zeit und ihren wichtigen Input.

Vortrag „Kutanes Lymphom – der Wolf im Schafspelz“

Dr. Gabor Dobos gab einen Überblicksvortrag zu den Kutanen Lymphomen. Dabei ging es u.a. einen Überblick über die Stadieneinteilung bei Mycosis fungoides, über Haut-gerichtete Therapien bei kutanen Lymphomen und wichtige Tipps für Patienten. Mehr dazu auf der Homepage der Selbsthilfe Kutane Lymphome.

Was Patienten aktiv tun können

Bei kutanen Lymphomen ist die Mitarbeit der Patienten ein entscheidender Faktor für den Behandlungserfolg. Wer gut informiert ist und offen kommuniziert, kann den Therapieverlauf maßgeblich mitgestalten.

Biopsien sollten großzügig zugelassen werden, auch wenn mehrere Entnahmen notwendig sind. Sie sind die Grundlage einer präzisen Diagnose und ermöglichen frühzeitigere, gezieltere Behandlungen. Ebenso lohnt es sich, Gespräche über verschiedene Therapieoptionen aktiv einzufordern.

Da Hautlymphome sichtbar sind und häufig mit Juckreiz, Schmerzen und Schlafstörungen einhergehen, leidet die Lebensqualität oft erheblich. Körper und Seele sind eine Einheit – wer körperlich belastet ist, ist es seelisch häufig auch. Deshalb ist es empfehlenswert, psychoonkologische Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen und auch Angehörige und Partner in den Prozess einzubeziehen.

Vorstellung der Selbsthilfe Kutane Lymphome, des HKND und der Selbsthilfe Hautkrebs Berlin

In meinem Vortrag „Hautkrebs – was raten Betroffene“ ging es um unsere langjährigen Erfahrungen in der Patientenselbsthilfe. Wir betonen immer wieder, dass Selbsthilfegruppen weit mehr leisten als gegenseitige Unterstützung – sie ermöglichen auch aktive Mitgestaltung einer besseren Versorgung, Prävention und Früherkennung.

Bei konkretem Verdacht auf Hautkrebs sollte man nicht auf den nächsten Vorsorge-Termin zu warten, sondern sofort einen Arzt aufsuchen – und dabei auf das eigene Bauchgefühl zu hören, auch wenn man zunächst nicht ernst genommen wird.

Und es ist sehr wichtig, auf seriöse, wissenschaftlich geprüfte Quellen zu setzen – etwa das Infoportal Hautkrebs oder den Krebsinformationsdienst – aktuell warnen wir vor gefälschten Videos und unbelegten Empfehlungen im Internet.

Für den Umgang mit der Diagnose selbst empfehle ich immer, Fragen vor Arztterminen schriftlich vorzubereiten, eine Vertrauensperson mitzubringen und die psychische Dimension ernst zu nehmen, etwa durch psychoonkologische Begleitung oder natürlich den Austausch mit Gleichgesinnten.

 

 

Hier die Timestamps der einzelnen Vorträge:

Ab Minute 5:00:
Früh­erkennung und Nach­sorge
Tanja Busch, YOKO Selbsthilfe Haut­krebs Berlin-Brandenburg Süd

Ab Minute 25:00:
Was gibt es Neues in der Hautkrebs­therapie?
Prof. Dr. Thomas Eigentler, Leiter Haut­­tumor­­centrum der Charité (HTCC)

Ab Minute 1:18:25:
Kutanes Lymphom – der Wolf im Schafspelz
Dr. Gabor Dobos, Haut­­tumor­­centrum der Charité (HTCC)

Ab Minute 1:38:46:
Hautkrebs: Das raten Betroffene
Anne Wispler, Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V.

Anne Wispler

Menu Title
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner