News-Ticker

Katharina Kaminski stellt sich vor

Diesen Beitrag per E-Mail versenden
Sie können maximal fünf Empfänger angeben. Diese bitte durch Kommas trennen.





Die hier eingegebenen Daten werden nur dazu verwendet, die E-Mail in Ihrem Namen zu versenden. Sie werden nicht gespeichert und es erfolgt keine Weitergabe an Dritte oder eine Analyse zu Marketing-Zwecken.

Foto: Privat

Gerne möchte ich mich als „neue Aktive“ im Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V. vorstellen. Ich heiße Katharina Kaminski, bin 48 Jahre alt und lebe mit meiner Familie mitten im Ruhrgebiet.

Jeder erinnert sich an den Ort, an dem er die Diagnose Hautkrebs erhielt. Bei mir war es das Außenlager des Konzentrationslagers Auschwitz, Birkenau. Während der Feierlichkeiten anlässlich der Befreiung am 27. Januar 2015, zu der ich eingeladen war, klingelte mein Handy – es war der Anruf, den ich bereits den ganzen Tag erwartet hatte. Eine junge Ärztin teilte mir mit, dass ich tatsächlich an schwarzem Hautkrebs erkrankt sei und in den nächsten Tagen zum Nachschnitt ins Bochumer Krankenhaus kommen solle.

Jeder weiß, dass die Zeit nach der Diagnose eine andere ist. Jeder kennt die Wochen der Angst und Ungewissheit. Ich nahm mir zu diesem Zeitpunkt vor, nicht länger paralysiert in der Ecke zu sitzen und schrieb meine Erfahrungen und Erlebnisse auf. Ein Blog im Internet entstand, der mir half, das Erlebte zu verarbeiten. Gleichzeitig wurde ich in der Facebookgruppe „Diagnose Hautkrebs – wir lassen dich nicht allein“ aktiv. Zunächst war dies eine recht kleine und neue Gruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig mental unterstützten und Halt gaben. Seit meinem Eintritt Anfang 2015 ist die Gruppe von 130 auf 830 Mitglieder gewachsen.

Gemeinsam mit mehreren Aktiven leite ich die Gruppe seit Anfang 2017. Längst nicht mehr bleibt es beim gegenseitigen Daumendrücken. In der Gruppe werden die neuesten Infos zu allen Formen des Hautkrebses veröffentlicht, Erfahrungen zu Medikamenten und Studien ausgetauscht, neueste Erkenntnisse aus der Forschung verbreitet und gemeinsame Treffen geplant.

Die geschlossene Gruppe ist seit Mitte 2017 Mitglied des Hautkrebsnetzwerks Deutschland und versteht sich als Online-Forum für Patienten und Angehörige. Gleichzeitig arbeiten wir auf europäischer Ebene mit dem Melanoma Patient Network Europe (MPNE) zusammen.

Als politische Bildungssekretärin einer DGB-Gewerkschaft in NRW war für mich das Thema Interessenvertretung immer ein wichtiger Schwerpunkt – sowohl beruflich als auch privat. Ich freue mich deshalb besonders, im Hautkrebsnetzwerk Deutschland mitarbeiten zu dürfen, dazu gehören u.a. die Mitbetreuung des Internetauftritts und die Mitgestaltung der Newsletter. Auch bin ich gern dabei, wenn in meiner Region neue Selbsthilfegruppen ins Leben gerufen werden – die Gründung einer Gruppe in Essen steht kurz bevor. Vielleicht treffe ich den ein oder anderen von Ihnen dort? Ich würde mich freuen.
Ihre Katharina Kaminski

Menu Title