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Experten raten: Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen

Menschen am Strand Foto: Anne Wispler

Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention und die Deutsche Krebshilfe geben Tipps für den Frühling. Wenn das Wetter schön wird, dann sind auch viele verunsichert. Wieviel Sonne ist gut und darf ich überhaupt ohne Sonnenschutz hinausgehen? Andere möchten sich gleich voll den wärmenden Strahlen aussetzen. Vergessen wird dabei schnell die UV-Strahlung, die in hoher Dosis leider schaden kann.

Experten warnen vor hohen UV-Werten

Im Frühjahr kann eine stellenweise Verdünnung der Ozonschicht vereinzelt zu ungewöhnlich hohen UV-Werten führen. „Genießen Sie das schöne Wetter, aber vermeiden Sie Sonnenbrände und Hautrötungen“, rät Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Orientieren Sie sich am UV-Index, der im Internet abrufbar ist. Dieser gibt die Stärke der UV-Strahlung sowie passende Schutzmaßnahmen an.“

Die Ozonschicht: Immer noch dünn

Sie umgibt die Erde in 15 bis 30 Kilometern Höhe und sorgt dafür, dass nur ein Bruchteil der solaren UV-Strahlung die Erde erreicht. Im Frühling allerdings kann diese Schicht vorübergehend ausgedünnt sein, wenn ozonarme Luft aus der Polarregion und den Subtropen nach Mitteleuropa strömt. So entstehen vereinzelt kleine Ozonlöcher. „Ende März bis Anfang April können sich bei uns UV-Werte ergeben, die eher typisch für den Sommer sind“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. Zu spüren ist davon zunächst nichts: „UV-Strahlung an sich kann man nicht fühlen. Wenn die Haut reagiert, also sich rötet, juckt oder schmerzt, haben wir bereits eine viel zu hohe Dosis davon abbekommen“, so der Dermatologe.

Langsam gewöhnen und informieren

Also Rötungen und Sonnenbrände in jedem Fall zu vermeiden, insbesondere bei jungen Menschen. Generell empfehlen Experten, im Frühjahr die Haut durch kurze Aufenthalte im Freien langsam an die Sonne zu gewöhnen und in der Mittagszeit den Schatten aufzusuchen. Um die Frühlingssonne besser einschätzen zu können, raten die Deutsche Krebshilfe und die ADP dazu, sich am UV-Index (UVI) zu orientieren. Der UVI wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA), dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und weiteren Institutionen erstellt. Er ist tagesaktuell im Internet abrufbar.

Quelle: Krebshilfe, Foto: Anne Wispler

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