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2. Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag am 05.05.2018

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In der Klinik für Strahlentherapie der Universitätsmedizin Rostock fand zum 2. Mal der Rostocker Krebs-Selbsthilfe-Tag statt. Für Hautkrebsbetroffene gibt es leider keine Selbsthilfegruppe in der Umgebung – kein Wunder, gibt es doch gerade mal neun Gruppen in ganz Deutschland.

Das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V. stellt sich in Rostock vor

So war es Prof. Dr. Steffen Emmert zu verdanken, dass das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland eingeladen wurde. Sehr kurzfristig machte sich Annegret aus dem doch etwas entfernten Stade auf den Weg nach Rostock. Gemeinsam haben wir versucht, auf die Bedürfnisse von Patienten nach Austausch mit ebenso Erkrankten aufmerksam zu machen. Lange Zeit schien sich an diesem Tag das Interesse am Hautkrebs-Netzwerk e.V. in Grenzen zu halten. Die meisten Patientinnen und Patienten wollten eher den angebotenen Vorträgen zuhören. Überraschend gesellte sich dann aber Prof. Dr. Emmert zu uns. Seit etwa 2,5 Jahren ist er Chefarzt der Hautklinik in Rostock, die seit kurzem ein zertifiziertes Hautkrebszentrum ist. Sehr schnell kamen wir ins Gespräch, es fand ein reger Austausch zu neuen Medikamenten in der adjuvanten Therapiesituation, Risiken und Vorteile, Fragen der Strahlenbelastung in der Nachsorge, Nachwuchssorgen in der medizinischen Versorgung. Plötzlich tauchte eine junge Frau auf, die sehr interessiert an einer Selbsthilfegruppe war. Wir kamen ins Gespräch. Und wieder tauchten die Fragen auf, die alle Hautkrebspatienten umtreiben. Warum ich? Wie riskant ist es jetzt, in die Sonne zu gehen. Welche Therapieangebote gibt es? Kann ich darüber hinaus etwas für mich tun? Wie gehe ich mit meinen Ängsten um?

Schnell wurde (erneut) deutlich, wie wichtig Selbsthilfegruppen sind. Mit der Facebook-Seite „Melanom Info Deutschland (MID)“ und der Facebook-Gruppe „Diagnose Hautkrebs – wir lassen Dich nicht allein“ stehen gute Plattformen zur Verfügung, die immer erreichbar sind und überregionalen Austausch bieten. Dennoch fehlt der direkte Kontakt, quasi Auge in Auge.

 

Selbsthilfegruppen als Teil der Krankheitsbewältigung

Mir wurde heute sehr deutlich, dass der Austausch unter Betroffenen ein wichtiger Teil der Krankheitsbewältigung ist. In unserer modernen Zeit haben klassische Selbsthilfegruppen nichts an ihrer Bedeutung verloren, internetbasierte Gruppen können aber auch einen sehr wertvollen Beitrag leisten. Ich glaube, beide Formen haben ihre Berechtigung, man darf sie nicht als Konkurrenten sehen, man muss sie als Partner und Verbündete betrachten.

 

Gründung einer Selbsthilfegruppe in Rostock

Das wichtigste Ergebnis des heutigen Tages ist aber, wir wollen eine Selbsthilfegruppe in Rostock aufbauen. Herr Prof. Dr. Steffen Emmert würde dies aktiv unterstützen.

v.l.: Prof. Dr. Emmert, Annegret Meyer, Burkhard Köhler

Mein Ergebnis des heutigen Tages:

  • Selbsthilfe ist wesentlicher Bestandteil der Krebstherapie
  • Selbsthilfegruppen sind enorm wichtig
  • Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht

 

 

 

Burkhard Köhler

Moderator in der Facebookgruppe „Diagnose Hautkrebs – wir lassen dich nicht allein“ und Neumitglied beim Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V.

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