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Das Hautkrebs-Netzwerk beim 27. Deutschen Hautkrebskongress

Das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland nahm auch dieses Jahr wieder am größten deutschen Hautkrebskongress teil. Denn neben hochkarätigen Vorträgen bot das Expertentreffen auch Gelegenheit, sich auszutauschen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Der 27. Deutsche Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) letzte Woche in Mainz war das wichtigste jährliche Treffen für alle, die als Ärzte, Wissenschaftler, Schwestern und Pfleger im deutschsprachigen Raum mit Hautkrebs zu tun haben. Und mittlerweile auch für uns Patientenvertreter, die wir uns untereinander und mit anderen Fachleuten zum Hautkrebs austauschen.

Viele hundert Experten, von jungen Pflegern und Doktoranten bis zu international anerkannten Spezialisten hörten drei Tage lang interessante Vorträge, diskutierten die vorgestellten Forschungsergebnisse und berieten darüber, wie die Versorgung von Krebspatienten verbessert werden kann.

Infostand auf dem Kongress

Anne Wispler und Annegret Meyer vom Hautkrebs-Netzwerk Deutschland am Infostand auf dem Kongress.

Neben aktuellen Entwicklungen in der Dermatoonkologie (Krebstherapie für verschiedene Hautkrebs-Formen) ging es auch um so wichtige Fragen wie Früherkennung, Ernährung, palliative Versorgung und Psychoonkologie. Dazu erscheinen hier in Kürze die wichtigsten Eckpunkte in kompakter Zusammenfassung.

    • Geplante Themen: Neue adjuvante Möglichkeiten beim Melanom, Immuntherapie auch bei Merkelzellkarzinom und metastasiertem hellen Hautkrebs, Palliativmedizin, Psychoonkologie, Ernährung, Frühverrentung.

So viele Substanzen werden beim Malignen Melanom derzeit erforscht - ein Wimmelbild von Prof. Axel Hauschild. c) A. Hauschild
Neue Ergebnisse zur adjuvanten Therapie bei Melanom werden die Behandlung verändern. c) Uni Mainz
Endlich Studien und Therapien bei Hirnmetastasen. c) Uni Mainz
Vitamin D war mehrfach Thema. Im Zweifel den individuellen Spiegel bestimmen lassen. c) Sylvie Haase
Das UV-Schutz-Bündnis empfiehlt ebenfalls die Rücksprache mit dem Arzt. c) Klinikum Buxtehude
Auch zu REHA, Rente, Schwerbehinderung brauchen Patienten verlässliche Infos. c) Uni Göttingen
Positiv: Die Psychoonkologie war wichtiges Thema auf dem Kongress.
Und auch die Palliativmedizin nimmt an Bedeutung zu und wandelt sich. Sie sollte frühzeitiger einsetzen und flexibel sein, da Krankheitsverläufe sich überraschend ändern können.
Begrüßenswert: Die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs hat auch verständliche Patienteninformation und Patientenkonpetenz auf dem Schirm. c) NVKH
Psychosoziale Fragestellungen sind ebenfalls im Fokus. c) Uni Mainz

Das Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V. nutzte das Treffen auch, um mehr Aufmerksamkeit für Patientenbelange zu erreichen und sich mit dem wissenschaftlichen Beirat auszutauschen.

Und beim Patientenforum am Samstag in Mainz standen wir bei einer Podiumsdiskussion den anwesenden Interessierten Rede und Antwort und stellten unsere wichtige Arbeit im Interesse der Patienten vor.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion mit Dr. Sylvie Haase, Dr. Carmen Loquai, Anne Wispler, dem Moderator Dr. Frank Wittig und Dr. Heidrun Mitzel-Rink.

Ob bei der Erstellung von Behandlungs- und Patientenleitlinien, bei der Aufklärung über die beste Prävention, über Komplementärmedizin oder Nebenwirkungen – der Beitrag der Selbsthilfe zur Dermatoonkologie wird mittlerweile auch von den Fachleuten für voll genommen und geschätzt.

Gruppenfoto

V.l.n.r.: H. Bötel, A. Wispler, C. Meyer zu Tittingdorf, Dr. C. Weber, M. Kiehl, V. Hodel, A. Meyer, Dr. P. Mohr

Wir wünschen uns, dass die Angebote und Chancen, die die Patientenselbsthilfe bietet, auch in den Kliniken noch stärker beworben werden und dass wir noch mehr aktive Betroffene und Angehörige für unsere wichtige Arbeit gewinnen können.

Anne Wispler

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