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UV-Lampen im Nagelstudio könnten Hautkrebsrisiko erhöhen

Gelnägel Foto: Privat

Können häufige Besuche im Nagelstudio das Hautkrebsrisiko erhöhen? Während des Treffens der Dresdener Hautkrebs-Selbsthilfegruppe am 16.1.2018 kam die Frage nach der möglichen Gefahr durch Gelmodellage auf. Die Literaturrecherche von Frau Prof. Friedegund Meier vom Dresdner Hauttumorzentrum erbrachte Folgendes.

Künstliche Fingernägel liegen derzeit im Trend. Doch Frauen mit heller Haut oder Sommersprossen sollten lieber auf eine Gelmodellage verzichten. Warum? Der Kunststoff, der von der Nageldesignerin aufgetragen wird, muss unter einer Lampe mit UV-Licht gehärtet werden, und UV-Licht erhöht – genau wie Sonnenbaden und Solarienbesuche – das Hautkrebsrisiko.

Experten raten daher: Lassen Sie sich nicht regelmäßig, sondern nur zu speziellen Gelegenheiten die Nägel mit einer Gel-Maniküre behandeln. Und cremen Sie Ihre Hände vorher unbedingt mit Sonnencreme ein. Zudem schadet das UV-Licht auch den Nägeln – sie werden mit der Zeit immer dünner und brüchiger.

Amerikanische Studie zu UV-Lampen

Dass UV-Strahlung Krebs verursachen kann, ist nicht neu. Doch den wenigsten Konsumentinnen ist klar, dass sie sich auch bei einer Maniküre der gesundheitsschädlichen Strahlung aussetzen. Eine Studie aus den USA untersuchte, wieviel Strahlung die UV-Lampen abgegeben, die beim Trocknen der Modellage mit künstlichen Fingernägeln verwendet werden. Die Forscher des ‚Medical College Georgia‘ und des ‚Georgia Regents Health System‘ haben ihre Erkenntnisse im Fachblatt ‚Journal of the American Medical Association of Dermatology (JAMA)‘ veröffentlicht. Dort kommt man zu dem Schluss, dass erstens die verschiedenen UV-Lampen unterschiedlich viel Strahlung abgeben. Wichtiger aber: „Obwohl das Risiko häufiger Nagelstudiobesuche sich nicht endgültig abschätzen lässt, bleibt das Risiko einer Krebsentstehung klein. Trotzdem wird Sonnencreme oder das Tragen von Handschuhen empfohlen.“ Quelle: https://jamanetwork.com/searchresults?q=UV%2520nail&hd=advancedAny

LED-Licht als Alternative zur UV-Lampe

Die Frauenzeitschrift Brigitte berichtet, dass es mittlerweile Lampen für den Heimgebrauch gibt und dass man beim Kauf auf die Art und die Zertifizierung des Gerätes achten sollte. LED-Leuchten sind ungefährlich, anders als UV-Lampen: „Bei neueren und intakten Qualitätsröhren stelle UV-Licht keine größere Belastung für die Haut als normales Tageslicht dar.

Mehr zur Selbsthilfe Hautkrebs Dresden

Die Selbsthilfegruppe Hautkrebs Dresden  ist (wieder) aktiv. Patientinnen und Patienten aus Dresden und Umgebung sind herzlich eingeladen zum nächsten Treffen. Am 06.02.2018 um 17:30 Uhr trifft sich die Selbsthilfegruppe Hautkrebs Dresden in der Klinik für Dermatologie, Haus 8, Zimmer 429 (Dachgeschoss), Fetscherstraße 74, Universitätsklinikum Dresden. Dort geht es auch um die nächsten Termine für regelmäßige Treffen.

Anne Wispler

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